Diagnose, Behandlung und Therapie

Eine erfolgreiche Therapie ist immer die Summe gezielter Einzelmaßnahmen. Deshalb bieten wir Ihnen verschiedene Therapieformen an, die wir individuell auf die Behandlung Ihrer Beschwerden abstimmen.

Wir rehabilitieren Patienten

  • nach Herzinfarkt mit und ohne interventionellem Eingriff (PTCA/Stent)
  • nach aortokoronarem Bypass
  • nach Schrittmacher- bzw. ICD-Implantation
  • bei Herzinsuffizienz (ischämisch/Kardiomyopathie)
  • nach Herzklappenersatz
  • mit Herzrhythmusstörungen
  • nach Implantation eines linksventrikulären Unterstützungssystems (LVAD)
  • im angiologischen Bereich nach Operation der großen Gefäße (Aneurysma der Aorta und Arteria poplitea, Aortendissektion)
  • mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit im Stadium II-IV vor und nach revaskularisierenden Maßnahmen (TEA, PTA, Bypass)
  • nach TEA und Operation der Arteria carotis
  • nach Lungenembolie und tiefer Venenthrombose
  • mit primärem oder sekundärem Lymphödem

Sie vertragen nicht alle Lebensmittel, benötigen nach einer Krankheit eine spezielle Ernährungsform oder möchten einfach ein wenig auf Ihr Gewicht achten? Dann sind wir für Sie da!

Der Wirkungskreis einer Diätassistentin ist vielseitig: Von der Ernährungstherapie, über die Zubereitung von diätetischen Speisen, Berechnung und Kennzeichnung unserer Speisepläne bis hin zum Einsatz in der Küche. Wir betreuen Patienten, z.B. nach einer Krebserkrankung (vor allem Operationen des Verdauungstraktes), mit einer Nahrungsmittelallergie/-unverträglichkeit, geben Tipps zur Ernährung bei Diabetes mellitus, mit erhöhten Cholesterin- und Harnsäurewerten (Gicht) sowie mit Übergewicht/Adipositas, um nur einige Beispiele zu nennen.

Bei Bedarf kann zur Beratung der Partner oder die Familie mitgebracht werden. Themenspezifische Fachvorträge, Ernährungsberatung und wer das Ganze praktisch umsetzen möchte, kann das mit uns in der Lehrküche oder bei verschiedenen praktischen Übungen (Einkaufstraining, Essen und Genuss, Nährstofftraining).

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, optimale Behandlungsergebnisse für Sie zu erzielen.

Deshalb ist es unabdingbar, Sie als unsere Patienten aktiv in den therapeutischen Prozess einzubeziehen und die Therapie an Ihren individuellen Zielen und Bedürfnissen auszurichten. Je nach Krankheitsbild kommen Maßnahmen aus den Bereichen der Physiotherapie sowie der Physikalischen Therapie zum Einsatz.

Das Therapieangebot der Fachbereiche Physiotherapie, Sporttherapie und Balneophysikalische Therapie umfasst:

  • physiotherapeutische Einzeltherapie (examplarische Therapiemethoden: Manuelle Therapie, Cyriax, propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation, funktionelle Bewegungslehre, Bobattherapie, Stemmführung nach Brunkow, Wirbelsäulentherapie nach Brügger und Schlingentisch)
  • Indikationsbezogene Kleingruppen (differenziert nach Belastungsstufen)
  • Rückenschule
  • Aquatraining
  • Hockergruppen und Seniorengymnastik
  • Atemtherapie
  • Beckenbodentraining
  • Ausdauertraining (Onko Walking, Walking, Nordic Walking, Lauftraining)
  • Fitnesstraining
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT), Fahrradergometertraining
  • Motomed-Behandlungen (passiv – assistiv – aktiv)
  • differenzierte Elektrotherapie, Ultraschalltherapie
  • differenzierte Reizstromtherapie einschließlich Stangerbäder
  • MBOR (Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation)
  • Klassische Massagen, Bindegewebsmassagen, Reflexzonentherapie, Akkupunkturbehandlungen nach Penzel
  • Manuelle Lymphdrainagen und Kompressionstherapien, Lymphapressbehandlungen
  • Thermotherapien, Thermopack
  • Kryotherapie
  • Kneippsche Verfahren, Hydrotherapie, medizinische Bäder (Voll- und Teilbäder)
  • Medistream-Behandlungen
  • Inhalationen
  • Hilfsmittelberatungen in Kooperation mit Sanitätshäusern
  • Fachvorträge aus dem Bereich der Physiotherapie, Sport nach Krebs

Setting: Die Physiotherapien werden als Einzeltherapien (à 30 Minuten) und/oder in Gruppenbehandlungen (je 30 Minuten, ggf. 45 oder 60 Minuten) durchgeführt.

Im Verlauf der Behandlung und im Rahmen der Ärztevisite besteht die Möglichkeit, Therapieformen und Modalitäten anzupassen, um einen optimalen Genesungserfolg zu erreichen.

Eine Herzerkrankung ist ein einschneidendes, lebensveränderndes Ereignis, das bei allen Betroffenen das körperliche und auch das seelische Gleichgewicht ins Wanken bringt. Ist doch das Herz nicht nur unser lebenserhaltendes Organ, gewissermaßen der Motor des Lebens, es ist auch sehr stark mit unserem Gefühlserleben verbunden. Herzerkrankungen welcher Art auch immer werfen viele offene Fragen auf, die die weitere Lebens- und Zukunftsgestaltung betreffen.

Ein erkranktes Herz führt uns in erschreckender Deutlichkeit die Begrenztheit des Lebens und auch die Störbarkeit unserer Gesundheit vor Augen. Aufkommende Ängste und Stimmungsveränderungen sowie ein verändertes Selbstwertgefühl sind völlig verständlich und häufig anzutreffende Reaktionen. Durch die Fortschritte der medizinischen Behandlungen und Operationen wird das Herz in der Klinik zunächst stabilisiert, entscheidend für den weiteren Heilungsverlauf wird es sein, die ursächlichen Risikofaktoren für die Herzerkrankung zu erkennen und zu beeinflussen.

Hierbei kommt den herzungesunden Risikofaktoren und psychosozialen Belastungen des Alltages eine hohe Bedeutung zu. Die überstandene akute Erkrankungsphase bietet die Chance zu einer gesundheitsförderlicheren Lebensneuorientierung.

Alle unten aufgeführten Maßnahmen der Abteilung für Klinische Psychologie unterstützen den Rehabilitanden dabei.

  • Erwerbstätige kardiologische Patienten erhalten obligatorisch ein psychologisches Aufnahmegespräch und bei Bedarf einzelpsychotherapeutische Begleitung in der Krankheitsverarbeitung und Lebensneuorientierung.
  • Psychologische Diagnostik ermöglicht die Erfassung von psychischen Begleitstörungen sowie einer erschwerten Krankheitsverarbeitung.
  • Bei reanimierten Patienten wird eine neuropsychologische Diagnostik zur Erfassung möglicher Hirnleistungseinschränkungen durchgeführt. Die Ergebnisse fließen in die medizinisch-berufliche Orientierung der weiteren Rehabilitationsplanung ein.
  • Bei Bedarf können Patienten auch mittels Biofeedback-Verfahren auf dem Weg zur Entspannung oder zur Verdeutlichung vegetativer Funktionen im eigenen Körper, individuell unterstützt werden.
  • Herz- und Gefäßpatienten haben die Möglichkeit, an einer begleitenden regelmäßigen Entspannungsgruppe zum Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung teilzunehmen.

Im Rahmen der Patientenschulung werden gezielte Fachvorträge im Gesundheitsförderungsprogramm angeboten:

  • Rehabilitation als Chance: Ganzheitliche Sichtweise der Herzerkrankung
  • Leben mit einer Herzerkrankung
  • Stressprävention und -bewältigung
  • Ängste und Depressionen überwinden
  • Der verantwortungsvolle Umgang mit Genussmitteln
  • Bei Bedarf werden psychotherapeutische Indikationsgruppen verordnet:
    • Umgang mit Ängsten
    • Verbesserung der Depressionsbewältigungskompetenz
    • Akzeptanz des veränderten Selbstbildes
    • gesundheitsförderliche Lebensstiländerung
    • Stressbewältigung
    • kleine Schule des „Genießens“
    • Nichtrauchergruppe

Ohne fremde Hilfe den Alltag bewältigen: Das wünschen Sie sich. Und das werden Sie nach Ihrem Aufenthalt bei uns auch wieder können.

Helfen Sie sich selbst 

In Kleingruppen schulen wir Ihre Beweglichkeit. So sollen Sie mehr Kraft und Ausdauer bekommen. Wir trainieren Ihre Koordination und Feinmotorik. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich gelenkschonend waschen und anziehen. Für Patienten mit Omarthrosen oder Fingerpolyarthrosen bieten wir Einzeltherapien.

Lernen Sie sich kennen

Wir wollen Ihre geistige Flexibilität und Kreativität mit Gedächtnisübungen fördern. Beim spontanen Gestalten z.B. mit Wasserfarben rufen Sie innere Bilder hervor, die vergessene Bedürfnisse oder Wünsche ausdrücken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren eigenen Körper wahrnehmen und Situationen richtig einschätzen. So können Sie entsprechend reagieren und die Gemeinschaft mit anderen Menschen wieder genießen.

Lassen Sie sich helfen

Bei Bedarf können Sie orthopädische Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Greifzangen ausprobieren. Auch orthopädische Einlagen und Schuhe sind denkbar. Die Klinik arbeitet seit Jahren mit erfahrenen Sanitätshäusern in der Region zusammen.

Mit Mut wieder in den Beruf, mit Freude zurück in den Alltag – dabei hilft Ihnen unsere Sozialberatung. Wenn Sie noch im Berufsleben stehen, knüpfen wir mit Ihnen Kontakte zu Arbeitgebern, Vertrauensleuten und Betriebsärzten. Wir beraten Sie bei der Arbeitssuche sowie beim Arbeitsrecht und erörtern mit Ihnen, wie Sie soziale Schwierigkeiten lösen können. Sie sollen Ihr Leben nach der Reha genießen können.

So beraten wir Sie

Wir geben Ihnen Entscheidungshilfen in wirtschaftlichen Angelegenheiten wie Rentenfragen, Krankengeld, Rentenantrag, Übergangsgeld oder Lohnfortzahlung. Außerdem vermitteln wir in schwierigen sozialen Lebenssituationen konkrete Hilfen, z.B. Hilfsmittel, ambulante Pflegedienste oder Heimplätze.

Wir beraten Sie in Einzel- und Angehörigengesprächen oder in Gruppenvorträgen.

Unsere Themen sind unter anderem:

  • Möglichkeiten der beruflichen Wiedereingliederung (innerbetriebliche Umsetzung, stufenweise Wiedereingliederung)
  • Beratung über finanz- und sozialrechtliche Ansprüche wie Krankengeld, Übergangsgeld, Arbeitslosengeld, Grundsicherung, Wohngeld, Pflegeversicherung
  • Information sowie Antragstellung auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Umschulung, Anpassungsqualifikationen etc.)
  • Information über spezielle Rehabilitationsleistungen
  • Beratung zur häuslichen Versorgung sowie Vermittlung ambulanter Hilfen, Sozial- und Pflegedienste, Nachbarschaftshilfen, Essen auf Rädern
  • Beratung über die Möglichkeit der stationären Weiterversorgung, Kurzzeitpflege, betreutes Wohnen, Tagespflege, Pflegeheim
  • Unterstützung bei Anträgen und Angelegenheiten mit Ämtern
  • Psychosoziale Beratung, Betreuung, Vollmacht
  • Informationen zur Vermittlung von Nachsorge, z.B. Selbsthilfegruppen
  • Gruppenvorträge über das Schwerbehindertengesetz durch den Sozialverband VdK Baden-Württemberg
  • Reha-Beratung mit einem Vertreter der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung (einmal pro Monat)
  • Belastungstest im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum Karlsbad-Langensteinbach (bei Bedarf)

Unsere Pflegefachkräfte

Unsere Pflegefachkräfte geben Ihnen Sicherheit und Geborgenheit. Sie sind Ihre Ansprechpartner auf den Pflegestationen und begleiten Sie durch die gesamte Rehabilitation. Nicht zuletzt sind sie das wichtigste Bindeglied zwischen Ihnen, den Ärzten und den Therapeuten.

Zu unserem Pflegeteam gehören unter anderem auch zwei zertifizierte Wundassistentinnen, die sich speziell um die Wundversorgung unserer Patienten kümmern.

Unsere Pflegefachkräfte helfen Ihnen dabei, während Ihres Aufenthaltes Schritt für Schritt Ihre Selbstständigkeit wiederzuerlangen. Sie sollen Ihr neues Leben auch zu Hause meistern können. Denn das ist das wichtigste Ziel in der Rehabilitation. Wir wollen Sie mit unserer fachlichen Hilfe so unterstützen, dass Sie Ihr ganz persönliches gesundheitliches Ziel erreichen und sich dabei wohlfühlen.