Ihr Weg zur Reha

Fragen vor der Reha

Jede medizinische Rehabilitation muss vor Antritt von Ihnen selbst beantragt werden. Dazu ist ein befürwortendes ärztliches Gutachten Ihres behandelnden Arztes erforderlich. Antragsvordrucke erhalten Sie vom jeweiligen Kostenträger. In den meisten Fällen sind die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) oder Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die zuständigen Kostenträger. Für Beamte übernimmt die Beihilfe anteilig Kosten für eine medizinische Rehabilitation.

Nach Eingang des Antrags klären die Kostenträger untereinander die Zuständigkeit. Ist der zuerst angesprochene Kostenträger nicht zuständig, leitet er den Antrag innerhalb einer kurzen Frist an den nächsten weiter.

Die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist meist zuständig, wenn durch eine Rehabilitation Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit abgewendet werden können (z.B. Vermeidung von Frühverrentung). Sie ist für Erwerbstätige, Arbeitssuchende, Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung der richtige Ansprechpartner. Im Eilverfahren werden so auch kurzfristig Heilverfahren von der GRV genehmigt, sodass der Anspruch etwa auf Krankengeld vorerst gesichert bleibt.

Versicherte, die arbeitsunfähig erkrankt sind und deren Erwerbsfähigkeit nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist, können über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aufgefordert werden, eine medizinische Rehabilitation zu beantragen.

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) finanziert Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu vermeiden oder Beschwerden zu lindern. Allerdings nur dann, wenn die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist.

Die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist oftmals Ansprechpartner, wenn kein anderer Kostenträger vorrangig zuständig ist oder wenn Vorsorgeleistungen notwendig sind, z.B. um einer drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen.

Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Facharzt über Ihren Wunsch nach einer medizinischen Rehabilitation. Er wird Sie beraten, welche Rehabilitationsart medizinisch erforderlich ist und Sie bei der Antragstellung entsprechend unterstützen.

Bei vielen Erkrankungen oder operativen Eingriffen ist eine Rehabilitation im Anschluss an die Behandlung im Akutklinikum erforderlich. Dies trifft etwa bei Operationen an Hüft-, Knie-, Schulter- oder Handgelenk sowie an den Bandscheiben zu.

Für diese Fälle haben die Kostenträger besondere Antragsverfahren entwickelt. So ist eine zügige Verlegung in eine Rehabilitationsklinik bzw. AHB-Klinik gewährleistet. Alle erforderlichen Schritte kann der behandelnde Arzt im Krankenhaus einleiten. Auch der Sozialdienst der Klinik unterstützt Sie bei der Antragstellung und organisiert die Verlegung.

Bei der Aufnahme in die Ruland Kliniken hilft Ihnen ein kompetentes Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wenden Sie sich am besten an unseren Patientenbetreuer.